Die Himinnsholl ("Halle der Götter") ist nicht nur heilige Stätte, sondern auch beliebtes Ausflugsziel der nedersassonischen Bürger. Natürlich gibt es auch Anlässe, zu denen der Zugang nur Geweihten oder geladenen Gästen erlaubt ist, wie etwa Krönungszeremonien oder Hochfestrituale. Der Name entstammt der Tatsache, dass sich neben einigen kleinen Räumen innerhalb des einen Felsens eine große Halle befindet, die seit jeher schon asatruistischen Ritualen vorbehalten war. In die Wände sind große glaslose Fenster gehauen, die Licht und Luft in die Halle lassen. Grundsätzlich ist die Stätte offen für Besucher und gläubige Asatruisten, doch das Hausrecht haben die Gothis (männlicher Geistlicher) und Gythjas (weibliche Geistliche).
Neben einigen Gängen innerhalb der Felsen und Brücken zwischen den Felsen befindet sich in einer behauenen Nische auf der Spitze des großen Felsens (im Bild rechts) eine kleine Säule, die Himminssul ("Säule der Götter"). Trotz ihrer geringen Größe ist sie ebenso von spiritueller Bedeutung wie die große Halle. Auf ihr wird zum Beispiel in der Nacht vor einer Krönung die Krone gelegt. Damit soll die Kraft der Ahnen mit ihrer Weisheit in die Macht der Krone einfließen und dem neuen Regenten helfen, seine Aufgaben zu erfüllen.
Alles in allem gilt die Himminsholl, was nicht nur die eine große Halle bezeichnet, als größtes heute noch existierendes asatruistisches Heiligtum Nedersassoniens und der Welt.
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