Nedersassonien ist vielseitig und offen zu allen Seiten. Trotz dieser Internationalität hat sich Nedersassonien auch ein Stück Eigenheit und Tradition bewahrt. Über seine Grenzen hinaus ist das Flutenbier bekannt, das in zahlreichen Sorten in der Fluten-Broeree gebraut wird. Das Brauwasser dieser calenischen Spezialität entstammt ausschließlich der Rinne, einem Bachlauf, der die Wälder bei Fluten durchfließt (s. Bild links). Auch der verwendete Hopfen und das Getreide werden in der Region angebaut und nur von dort akzeptiert. Das macht dieses Bier vermutlich so urtypisch - und das schon seit mehr als 700 Jahren. 1234 begann der Brauereigeselle Waydfried Guhthold in seiner Unterkunft sein eigenes Bier zu brauen. Zu dieser Zeit war es verboten, ohne Meistertitel eigenes Bier herzustellen, doch Waydfried Guhthold wusste, dass sein Bier besser schmeckte als das seines Meisters. Fluten war zu der Zeit wirtschaftlich abseits des übrigen Landes und deshalb gab es nur wenig Kontrolle durch die Stadtwachen. Acht Jahre später (1242) bekam Guhthold seinen Meisterbrief und begann sofort, sein Bier offiziell zu brauen, machte damit also seinem alten Meister Konkurrenz - und das mit Erfolg. Bald war das aus Patriotismus Flutenbier genannte Gebräu aus der offizell 1245 gegründeten Fluten-Broeree landesweit bekannt und berühmt, es verhalf Fluten zu wirtschaftlicher Blüte und büßte bis heute nichts an seiner Popularität ein. Heutzutage wird Flutenbier auf Staatsempfängen gereicht, im Volk getrunken und in großen Mengen ins Ausland exportiert. Die Fluten-Broeree steht unter der Schirmherrschaft von Kjeisa Herbert I., der jedoch die administrativen Geschäfte nicht selbst ausübt.
Sie sind hier:
Länder
